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TEILNAHME UND PARTIZIPATION SIND DER SCHLÜSSEL ZUR GEMEINDESTÄRKUNG

von Ben Fleming

überarbeitet von Phil Bartle, PhD

übersetzt von Helene Sterzl


Partizipation führt nicht immer zur Gemeindestärkung. Es benötigt eine fördernde Umgebung, in der man die Hoffnungen und Fähigkeiten der Menschen zur Stärkung unterstützt, damit sich diese letztendlich auch erfüllen. Wege, wie man dies erreichen kann, sind:

  • Unterschätze Menschen nicht. Gebe ihnen Hilfsmittel, um mit Schwierigkeiten zurechtzukommen; beschütze sie nicht davor;
  • Teile die verschiedenen Gegebenheiten auf, so dass sie leicht zu verarbeiten sind;
  • Beginne mit den Bedenken der Menschen und den Themen, die ihnen am Herzen liegen;
  • Erwähne anfangs nicht Deine eigenen Ideen und Lösungen;
  • Helfe Menschen, ihre Erkenntnisse über die vorhandenen Möglichkeiten zu erweitern und deren Auswirkungen zu verdeutlichen;
  • Baue in die Ausbildung sichtbare, frühzeitige Erfolge ein, um das Selbstbewusstsein der Teilnehmer zu fördern;
  • Steigere schrittweise die Fähigkeiten, das Vertrauen und das Engagement für den Prozess: biete schrittweise verschiedene Grade an Beteiligungen und helfe den Menschen, die Leiter empor zu steigen;
  • Ein direktes Empowerment-Training für Teilnehmer könnte vielleicht nicht sehr willkommen sein – besser ist es, die Fähigkeiten von Natur aus zu entwicklen, als Teil des Prozesses;
  • Falls möglich, sollte man es vermeiden eine umfangreiche, unabänderliche Lösung anzustreben. Entwickle einen schrittweisen Lernprozess, mit kleinen, schnellen, umkehrbaren Probeaufgaben und Experimenten;
  • Überprüfe und erweitere die Mitgliedschaft durchgehend. Wenn neue Interessengruppen entdeckt werden, wie werden sie in den Prozess integriert?;
  • Helfe Menschen, ihr Verständnis von komplexen und nicht im Mittelpunkt stehenden Entscheidungsprozessen aufzubauen, die außerhalb der Ermächtigungen des Partizipationsprozesses liegen, jedoch die Ergebnisse beeinflussen;
  • Fördere neue Netzwerke und Gemeinschaften;
  • Pläne müssen Bedeutung tragen und zu Handlungen führen;
  • Regle die Verbindung zwischen der privaten Fähigkeit der verschiedenen Interessengruppen, ihr Engagement zu erfüllen, und der öffentlichen Verantwortung und Kontrolle der eigentlichen Durchführung;
  • Baue Möglichkeiten ein zum Reflektieren und Beurteilen;
  • Versichere, dass die Menschen Spaß haben! (Auszug aus dem Buch „The Guide to Effective Participation“ von David Wilcox).

Zehn Kernideen zur Partizipation

1. Der Grad an Partizipation

Sherry Arnstein (1969) beschrieb eine Partizipationsleiter mit acht Stufen. Diese Stufen sind (kurz gefasst): 1. Manipulation und 2. Therapie. Nicht teilnehmend. Das Ziel ist, die Teilnehmer zu härten und auszubilden. Der vorgeschlagene Plan ist am besten und die Aufgabe des Teilnehmens ist es, die Unterstützung der Öffentlichkeit durch öffentliche Beziehungen zu erzielen. 3. Informieren. Einer der wichtigsten ersten Schritte, die Partizipation zu rechtfertigen. Aber zu oft liegt die Betonung auf einer einspurigen Informationsspur. Keine Quelle an Feedback. 4. Konsultation. Einstellungsuntersuchungen, Nachbarschaftstreffen und öffentliche Anfragen. Aber ein Ritual zur Schau. 5. Beschwichtigung. Die Kooption zu ausgewählten “Honoratioren” ins Komitee. 6. Partnerschaft. Die Macht verteilt durch Verhandlungen zwischen Bürgern und Autoritätspersonen. Die Verantwortungen zu Planungs- und Entscheidungsfindungen werden geteilt. 7. Ermächtigungen. Die Bürger halten eine deutliche Mehrheit an Sitzen im Komitee mit den Ermächtigungen zur Entscheidungsfindung. Die Öffentlichkeit hat nun die Macht, die Verantwortung für das Programm für sich zu sichern. 8. Bürgerkontrolle. Nicht wohlhabende Bürger handhaben die ganze Planungsarbeit, Festlegung der Richtlinien und die Programmleitung.

2. Einführung und Prozess

Teilnahme passiert nicht einfach so, sie wird eingeleitet. Jemand leitet den Prozess dann über eine Zeit hinweg und erlaubt anderen Teilnehmern einige Kontrolle über das, was geschieht. Der Prozess ist in vier Phasen beschrieben: Einführung – Vorbereitung – Teilnahme – Fortsetzung.

3. Kontrolle

Der Leiter ist in einer starken Position zu entscheiden, entscheiden, wie viel überprüft werden soll. Diese Entscheidung ist vergleichbar mit einem Schritt auf der Leiter – oder eine bestimmte Haltung anzunehmen hinsichtlich dem Grad der Partizipation.

4. Autorität und Sinn

Um Partizipation zu verstehen muss man ein Verständnis für Autorität haben: Die Fähigkeit der verschiedenen Interessen, um das zu erreichen, was sie wollen. Die Autorität wird von demjenigen abhängen, der Informationen und Geld hat. Sie wird auch von dem Selbstbewusstsein und den Fähigkeiten der Menschen abhängen. Viele Organisationen sind nicht dazu bereit, Menschen teilnehmen zu lassen, da sie fürchten, Autorität zu verlieren. Jedoch gibt es viele Situationen, wenn eine Zusammenarbeit es jedem ermöglicht, mehr zu erreichen als lediglich das, was man nur selbst erreichen könnte. Diese Situationen sind die Vorteile der Partizipation.

5. Die Rolle des Vermittlers

Vermittler kontrollieren das meiste was sich ereignet. Es ist wichtig, dass sie kontinuierlich über ihre Rolle in diesem Prozess nachdenken.

6. Interessengruppen und Gemeinden

Eine Interessengruppe bzw. das Mitglied einer solchen ist jemand, der ein Interesse am Geschehenen hat. Wer ist von einem Projekt betroffen, wer kontrolliert den Informationsfluss, die Fähigkeiten und das benötigte Geld, wer könnte helfen, wer könnte ein Hindernis sein? Nicht jeder Betroffene ist hierbei gleichgestellt. Verwende das Bild der Leiter um darüber nachzudenken, wer den größten Einfluss hat.

Die Gemeinde, die teilnimmt, hängt von dem Projekt ab, da verschiedene Menschen in unterschiedliche Angelegenheiten interessiert sind.

7. Partnerschaft

Dies ist nützlich, wenn etliche unterschiedliche Interessen bereitwillig förmlich oder zwanglos zusammenkommen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Die Partner müssen nicht die selben Fähigkeiten, Ressourcen oder gar Selbstbewusstsein haben, jedoch müssen sie sich gegenseitig vertrauen und einiges Engagement teilen. Der Aufbau von Vertrauen und Engagement braucht Zeit.

8. Engagement

Engagement ist das Gegenteil von Teilnahmslosigkeit: engagierte Menschen möchten etwas erreichen, teilnahmslose Menschen wollen dies nicht. Was führt jedoch zum Engagement? Es ist nicht, den Menschen zu sagen „Sie müssen Interesse zeigen“, sie nicht zu öffentlichen Treffen einladen oder sie mit glänzenden Broschüren bombardieren. Menschen nehmen das wichtig, was sie interessiert, und werden engagiert, wenn sie fühlen, dass sie etwas erzielen können. Ein aggressives Herangehen wird nichts erzielen. Wenn Menschen gegenüber Ihrem Vorschlag teilnahmslos sind, dann kann dies daran liegen, dass sie eventuell nicht Ihre Interessen und Bedenken teilen.

9. Beteiligung an Ideen

Man wird mit großer Wahrscheinlichkeit engagiert sein, eine bestimmte Sache zu verwirklichen, wenn man dabei miteinbezogen wird, oder wenn man offen sagen kann „Dies ist unsere Idee.“ In der Praxis bedeutet dies, Brainstorming-Seminare zu halten, den Menschen helfen, die Sachlichkeit der Ideen zu überdenken, und mit anderen ein Ergebnis zu verhandeln, das von so vielen Menschen wie möglich akzeptiert wird. Teilnahmslosigkeit steht direkt im Verhältnis zu der Beteiligung, die man bei Ideen und Resultaten hat.

10. Selbstbewusstsein und Leistungsvermögen

Die Verwirklichung von Ideen hängt von dem Selbstbewusstsein und den Fähigkeiten der Menschen ab. Viele Partizipationsprozesse umfassen neue Gebiete, mit denen man sich befassen muss. Es ist unrealistisch von Personen oder kleinen Gruppen plötzlich zu erwarten, die Fähigkeit zu entwickeln, um komplexe Entscheidungen zu treffen und in wichtige Projekte einbezogen zu sein. Sie benötigen eine Ausbildung sowie die Möglichkeit formell und informell zu lernen, Selbstbewusstsein zu entwicklen, und sich gegenseitig zu vertrauen.

Auszug aus „The Guide to Effective Participation“, von David Wilcox: http://www.partnerships.org.uk/guide/index.htm

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Zuletzt aktualisiert am 28.10.2010

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